5 Jahre Xboystrahlemann.de

Hallo Ihr Lieben.

Nun besteht dieser Blog schon seit fünf Jahren. Es ist der Tag gekommen, an dem dies mein letzter Eintrag ist. Ich habe beschlossen den Blog aufzulösen. In dieser Form wird es ihn nicht mehr geben.

Es kostet mich Geld, es kostet mich Zeit und durch neue Bestimmungen auch etwas Nerven. Ich kenne mich leider mit der Technik nicht so gut aus und bestimmte Auflagen, die es gibt, bereiten mir Kopfschmerzen und Sorgen.

 

 

5 Jahre Xboystrahlemann

 

 

Der Keks hat sich zu einem jungen Mann entwickelt. Er ist lustig, neugierig, aktiv. Er liebt Tiere, Musik, ist sehr kreativ und absolut empathisch.

Seine Stärken liegen im körperlichen Bereich. Er ist fit, stark und hat Freude an Bewegung jeglicher Art.

In der Natur nimmt er Kontakt zu allen Lebewesen, beschäftigt sich Stundenlang mit beobachten, anfassen, spielen. Er streift gerne durch den Wald und sammelt alles Mögliche.

Musik liebt er über alles. Er spielt mit Leidenschaft alle Instrumente die er besitzt. Schlagzeug, alle möglichen Trommeln, Keyboard, Gitarre…Da wir alle musikalisch sind sind die Instrumente immer da.

Er hört alle Musikrichtungen.

Singt gern alle Kinderlieder mit.

Xboy malt und bastelt gerne- aber nur kurz.

Reiten, Fahrradfahren, Turnen.

Bücher anschauen.

Digitalpausen an seinem Tablet. Er spielt gerne Lernspiele jeglicher Art. Für Kinder ab 2- 6 Jahre alt- Formen, Farben, Buchstaben, Zahlen zuordnen.

Filme schauen mag er auch. Disney bevorzugt.

Sein Lieblingsfilm: Dr. Doolitle

Seine Schwächen-

Verbale Kommunikation. Langsam kommen einzelne Worte.

Gefahren abschätzen.

Der Abschied von der Windel gelingt noch nicht.

 

Nächstes Jahr geht es in die Schule.

Inklusion ist ein Thema in aller Munde. Auch wir machen uns Gedanken was am besten wäre. Unsere Entscheidung richtet sich nach dem, was für unseren Sohn in diesem Moment das Beste ist und ihn am meisten in der Selbständigkeit voran bringt. Am aller wichtigstem ist, dass er glücklich ist und Freunde hat. In einer normalen Grundschule sehen wir ihn deswegen nicht. Ohne anerkannte Kommunikation ist es fast unmöglich.

Versteht es nicht falsch- wir Kommunizieren natürlich miteinander auf allen möglichen Kanälen. Körpersprache, Augen, Berührung, zeigen. Wir lernen alle Gebärden und benutzen einen Talker- ein Computer der Wörter in Bildern zeigt.

Anerkannt, gewollt im Schulsystem ist aber die Sprache.

 

In unserem Leben hat sich sehr viel verändert. Die Aufmerksamkeit und der Fokus liegen auf ganz anderen Dingen als es früher der Fall war. Wir sind in erster Linie Dankbar. Dankbar für all das, was wir haben, was wir uns erschaffen haben und weiterhin erschaffen. Die Arbeit und das persönliche Wachstum müssen zueinander passen. Der Ausgleich zu all dem, ist von großer Bedeutung.

Die Kinder stehen im Mittelpunkt, dann kommt alles andere.

 

Pa ist beruflich sehr eingespannt, seine Musik ist sein Ausgleich. Die Familie begleitet ihn oft auf Mittelaltermärkte.

Ma geht 20 Std. arbeiten. Mein Ausgleich ist Yoga und die Natur. Eine Ausbildung zur psychologischen Beraterin und Naturcoach rundet es ab.

Zwischendurch wechsle ich noch zwischen verschiedenen Rollen: Ergotherapeutin, Logopädin, Sozialarbeiterin, Rechtsanwältin, Raumpflegerin, Köchin, Hundetrainerin, Freundin, Geliebte 😊

 

Das Reisen mit unserem Heimdall (Wohnmobil) entspannt uns alle von dem Trubel der Welt, den Anforderungen an uns und den Erwartungen anderer.

 

Es gibt Zeiten, wo es uns gut gelingt all das im Einklang zu managen. Es gibt aber auch Zeiten, wo wir ins Kissen weinen.

 

Nicht immer ist es leicht, nicht immer reicht die Kraft und Energie.

 

In unserer Bubble sind wir alle okay, das Downsyndrom wird oft einfach vergessen, wir reden uns vieles schön, tun so, als ob alles so locker flockig von der Hand geht.

Plötzlich kommen Momente, die uns runterholen. Wir knallen hart auf den Boden auf.

Merken wie wenig Zeit wir für uns haben, wie anstrengend es ist 24 Std. aufpassen zu müssen, dass nichts passiert.

Raten zu müssen, wie es unserem Kind geht, was es braucht, was eigentlich los ist.

Deuten zu müssen, warum sein Verhalten gerade so ist und nicht anders.

Manches ist nervenaufreibend, wie zum Beispiel manche Geräusche, die er von sich gibt.

Laute, immer die gleiche Musik.

Das uns überhören und sein Ding machen wollen- egal wie gefährlich es ist.

Wickeln, trotz ständigem Training.

Sich nicht unterhalten können über wichtige Dinge, weil einer immer schauen muss, was das Kind tut.

Wir wechseln uns ab, damit jeder mal was für sich tun kann. Für uns als Paar bleibt keine Zeit.

Wir sind da erfinderisch, es werden Nachtschichten eingelegt, Tanzabende im Wohnzimmer, Essen auf der Terrasse oder sitzen am Feuer- kein Schlaf ist aber nicht so gut, denn am nächsten Tag muss einer von uns 100 % geben.

Das sind so Beispiele. Wir setzten uns aber nach einer intensiven, Kraftraubenden Zeit zusammen und suchen nach Lösungen.

 

Gott sei Dank haben wir eine großartige junge Frau an unserer Seite, die sich um den Keks kümmert, wenn wir mal ausgehen möchten. Durch die Verhinderungspflege ist es möglich.

 

Ich habe mich über Familienentlastenden Dienst schlau gemacht, den wir jetzt auch gerne in Anspruch nehmen werden. Und ich freue mich drauf. (Mal mit meinem Mann in die Sauna gehen..das wäre schön).

 

Wir wachsen jeden Tag und versuchen realistisch zu sein und zu bleiben. Autonomie von Xboy fördern, nicht zu viel FORDERN..

Wir haben viele Interessen und Ideen und werden stets das Beste aus unserer Situation machen und rausholen, für uns, sowie für Xboystrahlemann und unsere zwei Töchter.