Akzeptanz/Resilienz

Wie kann ich die Behinderung meines Kindes akzeptieren? Wie komme ich damit zur Recht?

 

Als ich schwanger wurde habe ich mir vorgestellt, dass ich einen gesunden, intelligenten, hübschen Jungen bekommen werde. Ich habe mich mit ihm zusammen gesehen wie wir gemeinsam spielen, Fahrradfahren, lernen. Ich sah ihn in der Schule, mit vielen Freunden. Ich stellte mir vor wie hübsch er ist und, dass ihn viele Mädchen gut finden und noch vieles mehr.. Wie alle werdende Eltern habe ich es kaum in Frage gestellt. Als wir den Bluttest machten, sprachen wir auch darüber was wäre wenn.... Aber es war nur ein Gespräch, noch nichts ernstes. Und als das Ergebnis kam war sowieso klar, dass mein Traum in Erfüllung gehen wird.

Aber es kam anders...traum geplatzt. Und egal wie positiv man durch das Leben geht, wie optimistisch man sonst ist, wie sehr man an etwas oder jemanden glaubt und wie stark man ist, es haut voll rein! Es schmettert dich nieder, zerstört für einen Moment oder sogar länger alles!

Wie heftig es sein muss, wenn man aber nicht so stark ist? Nie so richtig optimistisch war? Oder nie an das Gute, Etwas oder Jemanden glaubt? Es reißt dich womöglich in noch tiefere Abgründe nieder!

 Im Laufe unseres Lebens lernen wir mit Schwierigkeiten umzugehen. Wir entwickeln verschiedene Strategien um uns zu schützen, abzugrenzen, klar zu kommen, manchmal um zu überleben. Auf diese Strategien und auf den Glauben an sich und die Welt kommt es in solchen Momenten an. Ob wir es Schaffen die Behinderung anders wahrzunehmen als andere oder sogar als wir sie früher wahrgenommen hätten. Ob wir es Schaffen nicht nur die Schwierigkeiten zu sehen, sondern auch die schönen Seiten des Lebens mit so einem Kind. Diejenigen, die schon immer eher optimistisch gewesen sind finden den Weg oft ohne Hilfe dorthin. Manche suchen nach gleichgesinnten Menschen die das gleiche Schicksal haben. Es gibt welche die die Kontrolle behalten und sich in Aufklärungsarbeit stürzen, anderen helfen oder andere Projekte starten. Es gibt auch Eltern die alle möglichen Fördermöglichkeiten ihrem Kind ermöglichen um es so "normal" wie möglich zu machen. Es gibt welche, die es einfach Akzeptieren und ihr Bestes geben was ihnen möglich ist. 

Diejenigen, die es alleine nicht schaffen und vorher schon Schwierigkeiten mit dem Umgang mit schwierigen Situationen oder allgemein im Leben hatten haben es etwas schwerer. Sie haben die Möglichkeit professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Familienhilfe, Jugendamt, Psychologe, Psychiater, Coaching und andere Institutionen die sich auf diesem Gebiet gut auskennen. Es ist möglich Resilienz ( Resilienz, auch Anpassungsfähigkeit, ist der Prozess, in dem Personen auf Probleme und Veränderungen mit Anpassung ihres Verhaltens reagieren) zu üben. Alle diese Strategien sind richtig und es geht darum die richtige für Dich zu finden. Wir alle sind verschieden und brauchen andere Strategien um sich in Akzeptanz der Situation zu üben. Es braucht Zeit. Manchmal Mut. Das wichtigste ist: Nur wenn es Dir gut geht, geht es auch Deinem Kind gut!

Für Fragen stehe ich Dir gerne zu Verfügung , melde Dich bei mir unter ma@xboystrahlemann.de

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