Wie?

Ihr wundert Euch bestimmt, dass wir nicht an die typische Stellen fahren, an die sonst jeder Tourist fahren würde. Das ist nicht das was wir sehen wollen, oder was uns anzieht. Wir möchten das Leben der Menschen aus der Nähe sehen, Orte anschauen die keiner kennt oder die eher unwichtig scheinen. Der Natur nahe sein, aber auch ab und an die Aktion der Stadt erleben. Nicht der Eiffelturm wäre unser Ziel, sondern ganz bestimmt die Nebenstraße.
Das Reisen mit einem Kind richtet sich oft nach diesem, denn wir wollen nicht, dass Xboy gezwungen ist Stunden lang in der Karre zu sitzen oder sich Dinge anschauen müssen, die für ihn völlig uninteressant sind. Mit einem Kind, das eine Trisomie 21 hat, ist es noch ein Stückchen anderes. Unsere volle Aufmerksamkeit wird gefordert und gefördert. Wir haben noch nie so oft die Geduld üben und uns Kompromisse einfallen lassen, sowie unser Wohl hinten anstellen müssen wie jetzt seit Xboy bei uns ist. Einfache Sprache, Gebärden, klare Ansagen und dabei bleiben, das ist das was geübt werden muss. Xboy ist sehr interessiert an allem, möchte vieles ausprobieren, lernen und verstehen. Das nehmen wir wahr. Er hat auch die Ruhe und Geduld bei der Sache zu bleiben- das ist das wofür wir dankbar sind! Körperlich ist er total fit, hat Kraft und ist sehr offenherzig. Das macht das Reisen mit ihm einfach. Er liebt Heimdall-was für ein Glück für uns.
Der Alltag im Wohnmobil läuft immer gleich ab. Aufwachen, kuscheln, aus dem Fenster schauen. Medizin einnehmen. Spielen, Buch lesen, wenn wir im Luxusmodus sind kurz Fernseher schauen. Dann kann Papa oder Mama Frühstück zubereiten. Abwechselnd Morgentoilette. Gemeinsam essen. Anziehen und raus. Zweites Frühstück oder Mittag und die Reise geht weiter. Ankommen, Gegend anschauen, kochen, grillen oder essen gehen. Am Abend zusammen Spielen, erzählen, malen, basteln oder etwas lernen und ab ins Bett. Mama und Papa Zeit oder tod ins Bett fallen.
Wie läuft es so bei Euch?

In den nächsten Tagen gibt es mehr von unserer Reise zu sehen und lesen😊