Kiga Jahr

Letztes Jahr haben wir uns von der Krippe verabschiedet. Wohlbehüttet und fast schon perfekt gefördert war Xboy bei den Puttfarken. Der Wechsel in den Kindergarten war nicht leicht. Komplett andere Strukturen, große Gruppen, immense Lautstärke, neue Gesichter, größere Gruppen, ein riesen Gelände. Für den Bubben und für uns, eine große Umstellung. Hier ist alles schneller, weiter, größer und etwas unpersönlicher. Für Kinder ohne Behinderung schon eine Herausforderung. Xboy hat einen Heilerziehungspfleger an seiner Seite, der ihn bei den Hürden das ganze Kiga Jahr unterstützt hat. Corona kam und somit wurden die Gruppen kleiner und auch die anderen Erzieher-innen hatten mehr Zeit und Raum Xboy kennen zu lernen. Gemeinsam haben sie das Jahr gerockt.
Nun fängt ein neues Kiga Jahr an.
Ich sehe vor mir einen großen Jungen. Er ist reifer, selbstbewußter und insgesamt klaarer, präsenter. Sicher, ist ihm ab und wann alles etwas viel, aber er hat seine Strategien entwickelt sich dann zurück zu nehmen. Ich merke es zu Hause, dass er seinen Raum fordert. Wenn er alleine sein will, dann geht er einfach alleine spielen. Wenn er uns braucht, kommt er und nimmt uns an der Hand.
Körperlich ist er unglaublich fit und stark. Klettern, schaukeln, laufen kein Problem für ihn. Kommunizieren fängt jetzt in großen Schritten an- auch wenn es auf seine Weise ist.
Mein kleiner Außerirdischer - liebevolle Bezeichnung seiner etwas anderen Art meinerseits.
Dieses Jahr wird sich wieder etwas verändern. Neue Begleitpersonen werden kommen, neue Dinge werden erlernt und Xboy wird noch mehr wachsen.
Mein Traum war immer Waldkindergarten. Weiterhin bin ich der Meinung, dass das der optimale Raum wäre um Xboy individuell zu fördern. Er ist sehr Naturverbunden und fühlt sich in ihr zu Hause. Da wir aber viel unterwegs sind und tatsächlich fast immer Draußen, ist diese Seite gut versorgt. Die Anmeldung zog ich zurück.
Wir sind zufrieden und neugierig, gespannt und freuen uns auf die nächsten Monate im Kindergarten.