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25. Jan, 2020

Viele Erinnerungen kamen heute hoch als wir uns den Dokumentarfilm von Franziska Müller "Es ist alles in Ordnung" angeschaut haben..

Wer meinen Blog verfolgt weißt, dass nicht immer alles in Ordnung ist.. Es gibt Momente die schwer sind, es gibt Momente die Kraft kosten... Ich muss aber zugeben, ins Kissen geweint und richtig verzweifelt war ich nur die ersten 10 Tage nach der Geburt. Seit dem nie wieder. Ich weiß wofür ich stark bin und möchte es auch sein. Ich werde das geben was ich kann und ich werde kämpfen so lange ich kann. Um das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben meines behinderten Kindes. Für Toleranz, Akzeptanz, um Aufklärung.

Ich wünsche mir richtig funktionierende Inklusion, nicht nur eine Vorstellung dessen. Am Anfang der Kette stehen wir, die Erwachsenen. Wir sind Vorbilder für die Nachfolger, für unsere Kinder. Also werde ich den Erwachsenen zeigen was Behinderung ist, wie man mit ihr umgehen kann. Ihnen klar machen, was es bedeutet wenn wir Menschen ausgrenzen, wenn wir Dinge sagen ohne darüber nachzudenken, ohne zu wissen wie es wirklich ist. Ich wünsche mir, dass meine Zeilen Menschen berühren, sie packen, so, dass sie sich an meine Worte erinnern. Nicht nur diejenigen die selbst ein behindertes Kind haben, sondern auch die, die von Behinderung bis jetzt keine Ahnung hatten. Ich wünsche mir, dass sie hier lesen und weitertragen, dass Ausgrenzung, Intoleranz, Beurteilung, Mobbing nicht cool sind. Wir alle Unikate und verschieden sind. Wir alle so gut sind wie wir sind!

 Ich möchte anderen Mut machen und sie unterstützen wenn sie die Kraft verlässt um für ihre Kinder zu kämpfen. Übrigens gibt es auch "Behinderungen" die nicht sichtbar sind, Schwierigkeiten die Kinder haben, psychische, körperliche Erkrankungen.. All das führt oft zu Problemen, Ausgrenzung, Depressionen.. Ich wünsche mir, dass einige mit mir mitgehen..

25. Jan, 2020