Blogeintrag

29. Jun, 2019

Ich mache mir Sorgen um die Zukunft meines Sohnes.
Ich habe Gedanken, die manchmal alles übertreffen was ich bis jetzt kannte. Meine großen Mädels sind jetzt schon fast erwachsen und es war weiß Gott nicht immer einfach und auch wegen ihnen habe ich mir oft Gedanken gemacht. Um ihre Bildung, ihren Umgang, ihr Verhalten, ihre Weltanschauung.. Ich glaube es ist mir ganz gut gelungen und ich bin sehr stolz auf sie. Aber sie waren kognitiv nicht eingeschränkt, konnten vieles verstehen was ich ihnen vermitteln wollte und immernoch will, sie konnten mir erzählen wenn etwas nicht so lief, konnten sagen wenn etwas Unrechtes passiert ist...
Xboy wird es vielleicht nicht können..
Ich mache mir Sorgen um die politische Lage, um unser Bildungssysthem.. Immer mehr dreht es sich um Eigenständigkeit, um perfekt sein müssen, um Leistung.. Im Kindergarten fängt es schon an..
Offene Gruppen, keine Anleitung , keine Vorbilder.. In der Schule geht es weiter, Selbsstudium, der Lehrer hält einen Vortrag und kennt noch nicht mal seine Schüler.. Im Studium an der Uni bist Du auf dich alleine gestellt..Erwartungen, dass Du mit 17,18 schon einen Vorgeplannten Weg haben muss. Wie Du weißt nicht was Du werden willst?
Klar, die "Schlauen" kommen irgendwie mit, die Starken beißen sich durch, die Anderen bekommen Depressionen.. Streiken... Machen nichts...Und selbst die "Schlauen" sitzen irgendwann da und leiden an Burnout.... Und mein Sohn? Zu welchen zählt er?
Was macht die Gesellschaft aus ihm und für ihn? Inklusion ist nur ein Wort momentan. Es fehlt an allen Ecken um sie zu leben. Es gibt manchmal keine Möglichkeiten, selbst wenn man es wollte..ich werde alles in meiner Macht tun um ihn zu unterstützen, ihn zur Eigenständigen Menschen behelfen, ihn anleiten, fördern und lehren.. Ich werde kämpfen wie eine Löwin.. Aber reicht es aus?......