wo stehe ich 2

Nach meinem letzten Beitrag " Wo stehe ich als Ma" bekam ich einige Rückmeldungen.

Zuerst natürlich von meinem Mann. Er fragte mich, ob er sich Sorgen um mich machen muss?!

Mein Dad äußerte sowas ähnliches..

Nein! Natürlich nicht! Es ist wohl nicht so üblich, dass man über seine Gefühle so ehrlich schreibt ;-)

Ich tue es und ich finde es gut. Und wenn meine Gedanken manchmal nicht so positiv sind, dann ist es eben so, was nicht gleich bedeutet, dass es mir sehr schlecht geht.

Ich bin halt nicht immer nur positiv eingestellt und das darf auch sein.

Mir ist aber bewusst, dass es manche Menschen zum nachdenken bewegt, über mich natürlich, wenn es Menschen sind die mir sehr nahe stehen- und das dürfen sie natürlich auch.

Es fühlt sich auch gut an, dass sie es tun!

Es bewegt aber auch Menschen über sich nachzudenken und das finde ich auch gut.

Ich möchte Euch dazu bewegen über eure Gefühle und Gedanken zu sprechen, so wie ich es tue. Es hilft nämlich sich im Wald der Gefühle nicht zu verirren.

Es gibt auch manche, die zu tief hineingehen und alleine nicht mehr herausfinden.

Das sind diejenigen die viellecht sogar an einer Depression erkranken. Es gibt verschiedene Formen und Ursachen für diese. Viele Frauen erkranken nach einer Geburt. Es nennt sich dann Postpartale Dpression ( auch Postnatale Depression )

Diese kommen sogar sehr häufig vor. Etwa 10 % der Frauen die zum ersten mal Mutter werden, können darunter leiden.

Es ist nicht das selbe wie der bekannte  Baby Blues. Der beginnt einige Tage nach der Geburt und verschwindet meistens wieder nach ein paar Tagen von allein.

Eine Depression verschwindet nicht von alleine!

Eine Mutter die an einer Postnatalen Depression leidet ist sehr ängstlich und unglücklich.

Möglicherweise war sie es vor der Geburt schon und ist es nach der Geburt weiterhin.

Manchmal entsteht die Krankheit erst Monate nach der Geburt.

Die Mamas fühlen sich die meiste Zeit elend, insbesondere Morgens und Abends.

Das Leben fühlt sich schwer an, nichts macht ihnen mehr Freude.

Fühlen sich für alles schuldig.

Sind oft erschöpft, gereizt, weinerlich, überfordert mit allem.

Machen sich ständig Sorgen.

Ihr Baby können sie kaum versorgen, es ist ihnen fremd, können es nicht annehmen.

Das Leben ist nicht mehr lebenswert, wären gerne nicht mehr da.

Wenn jemand von Euch sich so fühlt, dann sucht euch bitte Hilfe!

Depressionen sind heilbar und es gibt Menschen, Ärzte die helfen können.

Termin beim Psychiater, Psychologen ist oft schwer zu bekommen oder dauert sehr lange, geht zum Hausarzt und spricht über Euer Problem, auch Frauenärzte kennen sich damit gut aus und können euch helfen.

Manchmal ist das Leben schwer. Manchmal steht man alleine da. Es gibt Frauen die Alleinerziehend sind, welche, die nicht viel Hilfe von ihren Liebsten bekommen und diejenigen die immer nach Außen perfekt sein wollen und innerlich zerbrechen.

Lasst euch helfen! Spricht über eure Probleme.

Es gab aber auch Rückmeldungen von Menschen die gesagt haben, dass es ihnen auch oft so geht. Auch welche deren Kinder schon groß sind :-) Auch sie verlieren sich manchmal in ihren Gedanken und in ihrem Alltag. Sind nicht immer nur am sich freuen. Und wißt ihr was? Das ist normal und völlig okay.

Meine Wand wirkt jeden Tag sehr positiv auf mich und jedesmal wenn ich an ihr vorbeigehe finde ich sie einfach nur schön und ein Lächeln kommt auf mein Gesicht. Dann mache ich mir Musik an, viel Licht und koche mir einen leckeren Kaffee.

Wenn Xboy dann wach wird ist er sofort am strahlen. Das macht riesen Freude den Tag mit ihm so zu beginnen. Mein Mann freut sich jedes mal wenn wir wach werden bevor er zur Arbeit geht. Er sagt, dass der Tag gleich ganz anderes für ihn beginnt.

Die Weihnachtszeit mag ich sowieso sehr gerne. Das schmücken und die vielen Lichter haben riesen Spaß bereitet.

Ich habe mir ein total verrücktes Weihnachtskleid gekauft und werde mich gerne zum Affen machen. Einfach nur so, um Spaß zu haben. Das ist soo häßlich, dass es schon wieder cool ist.

Joga tut gut. Ich fühle mich etwas fitter und geschmeidiger. Meine Knochen und Muskeln sind aber so eingerostet, dass es wohl noch sehr lange dauern wird bis ich richtig auf den Damm komme. Machen wir uns nichts vor, auch nicht nur ein mal die Woche, sondern jeden Tag müsste ich es tun. Schaffe ich aber nicht. Termine und Faulheit, es alleine zu tun, halten mich davon ab.

Zeit zum Nachdenken habe ich natürlich immernoch, versuche aber eher an den jetzigen Moment und an das was als nächstes anliegt zu denken. Fühle mich dadurch leichter.

Habe auch so einige Projekte am Start, so, dass es jetzt diese Dinge sind die in meinem Kopf rumschwirren.

Emotionen sind immernoch da und überfallen mich von der Seite. Na und? Ich stehe zu mir :-)

Ich  wünsche Euch eine tolle Adventszeit.

Eure Ma

P.S

An die 9000 Besucher hat meine Seite schon.

Wenn einer von Euch über seine Gefühle schreiben möchte, dann tut es, und ich werde es hier als Gast veröffentlichen. Ich würde mich freuen von Euch zu hören.