Die Zeit

Ich muss zugeben, ich stelle fest wie schwer es ist oft zu schreiben..

Im Kopf habe ich tausende Ideen und verfasste Texte, zu verschiedensten Themen, aber es auf den Bildschirm zu bringen fällt mir oft schwer. Zu einem gibt es nicht immer Zeit dafür, zu anderem weiß ich nicht ob die "Welt" genau das lesen will.

Es ist viel passiert in der Welt, in Deutschland und hier bei uns zu Hause..Xboy wächst und gedeiht, macht viele Fortschritte und viel Freude. In ein paar Tage ist er 7 Monate alt.

Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht... Mittlerweile kommuniziert er richtig mit uns. Kann genau ausdrücken was er will und was nicht, was ihm Freude bereitet und was ihn stresst. Ich finde es toll.

Natürlich gibt es auch Sachen die er nicht kann wie andere Babys in seinem Alter. Wir sehen es, akzeptieren aber, dass unser Strahlemann halt anderes ist. Sein Muskeltonus ist sehr gut, keine Hypotonie. Er hat richtig viel Kraft und wenn er will kann er sich drehen und lange auf dem Bauch liegen. Die Betonung liegt auf, wenn er will :-)

Spannender findet er herumgetragen zu werden und zu beobachten.

Er isst gerne Sachen die zu kauen sind. Angefangen habe ich mit Brei, was er am anfang sehr mochte. Jetzt mag er aber lieber das was wir essen und zum Schluss die Brust.

Ich schaffe es noch nicht die ganze Mahlzeit zu ersetzen, das will er nicht.

Xboy mag im Anhänger fahren.Er schaut sich dann die Welt an.

Im Kinderwagen muss das Kopfteil teilweise etwas erhöht sein, damit er was sehen kann.

Er schläft aber auch sehr gerne. Wenn er müde wird fängt er an zu singen, dann weiß ich das Kopfteil muss runter und der Kinderwagen ruckeln. Am besten über Steine oder Gras fahren.

Zu Hause schläft er in seiner Hängematte oder Stubenwagen. Auch da singt er erstmal und muss sein Mobile über sich haben. Das ist sehr wichtig. Er schaut es an, singt den Schmeterlingen und Blumen was vor und schläft dann ein. Nachts zum Einschlafen gibt es die Brust und dann lege ich ihn in sein Beistellbett. Dann schläft er die Nacht durch.

Ich war von Ihm sehr verwöhnt, meistens schlief er bis neun, jetzt ist es seit paar Tagen vorbei. Die Nacht ist ab 5.00 Uhr bis 7.00 Uhr erstmal unetrbrochen..Strahlemann trinkt was und spielt mit meiner Nase, meiner Hand oder erzählt uns was.

Frühförderung hatte jetzt zwei Wochen Pause. Xboy mag aber die Fr...sehr gerne. Wenn er keine Lust mehr hat dann zeigt er es. Die Fr...respektiert es auch. Sie ist wirklich toll. Ich habe jemanden mit dem ich mich besprechen kann und Fragen stellen kann. Es hilft.

Physiotherapie läuft auch sehr gut. Auch diese Therapeutin mag Xboy sehr. Sie ist sehr feinfühlig und macht viele spannende Sachen mit ihm. Und auch hier habe ich einen tollen Ansprechspartner.

Eine Zeitlang haben wir an einem FEP-Kurs teilgenommen. Diesen hat eine Kinderkrankenschwester geführt. Sie hatte tolle Ideen, die wir dann zu Hause nachgemacht haben..So in der Gruppe war es aber für mich manchmal, naja, nicht schwer, aber komisch. Wir waren doch oft Abseits..Möglicherweise liegt es aber auch an mir.. Mein Sohn und ich sind schon ein sehr eingespieltes Team. Er orientiert sich viel an mir. Fremde sind ihm erstmal suspekt, bis ich ihm mein Okay gebe. Er schaut mich dann an und liest in meinen Augen..

Ich habe aber alles gegeben, dass er in Kontakt mit den anderen Kindern kommt wenn sich jemand zu uns gesellt hat. Es gab welche die es gern getan haben, aber auch solche denen es vielleicht unangenehm war. Bei neuen Sachen ist Xboy sehr konzentriert und versucht alles zu geben.

Die Leiterin der Gruppe war auch für mich ein Ansprechspartner und ich konnte mit ihr offen über alles reden. Danke dafür.

Der kleine Mann liebt Musik und Lieder mit Gesten. Nach kurzer Zeit weiß er worum es geht und versucht es nachzumachen. Ich habe das Gefühl, dass es ihm das "Lernen" erleichtert. Ich habe Lieder entwickelt für fast alles :-)

So gibt es ein Rap über Nase, Augen, Mund, Hände und Füße. Dann die üblichen Kinderlieder wie: " Zeigt her eure Füße" und wenn gehustet wird " Hörst du die Regenwürmer husten". Bei allem was ich tue, singe ich was.

Auch Pa hat es schon Übernommen und singt sehr viel :-)

Es ist immer hier was los und wir sind viel unterwegs, das entspannt uns und tut uns gut...naja, nicht immer..

Mittlerweile sind Pa und Ma Experten im Umgang mit fast Erwachsenen, Pubären und Babys.

Schlaflose Nächte bereiten momentan die ersten.

Meine Große bekommt langsam Flügel und ich merke, dass ich doch emotional damit zu tun habe. Nicht nur weil ich mir Sorgen um sie mache, sie sich von mir entfernt..Es macht auch was mit mir. Mit meiner persönlichen Entwicklung. Gott sei Dank wohnen Babcia und Dziadek hier bei uns, ( Oma und Opa ) also, meine Eltern. Ich kann also viel mit ihnen besprechen. Meine Sichtweise auf sie als Eltern verändert sich stets. Ich hatte als junge Frau so viel Groll..so viele Vorwürfe..empfand so vieles ungerecht, nicht richtig..und nun, wo ich selber eine fast erwachsene Tochter habe, und sie wahrscheinlich so empfindet wie ich damals, komme ich meinen Eltern immer näher. Ich hatte tolle Eltern und ich HABE tolle Eltern!

Unser Pubär scheint manchmal sehr "Verstrahlt", ihre Launen sind sehr wechselhaft und sie verwechselt manchmal den Ton in dem die Musik spielen sollte, aber es macht Spass ihr zuzusehen wie sie langsam erwachsen wird. Gott sei Dank erzählt sie noch von sich und ihren Gefühlen...

Die Zeit rennt und alles passiert so schnell und manchmal auf ein mal. Das macht was mit mir..

Und die Gedanken kreisen manchmal und trotzdem bin ich schon sehr auf die Zukunft gespannt.

Wie wird es sein? Wie werden meine Mädels sein, mein kleiner Sohn, mein Mann, meine Eltern...und ich...

Eure Ma