Geschwister

10. Mai, 2017

wir überlegten, dass wir erstmal diesen Verdacht nur mit unserer Familie besprechen. Es war kein einfacher Schritt. Vorerst müssen es die großen Schwestern erfahren.

Wie sollen wir es ihnen sagen?

Wie erden sie reagieren?

Wie verarbeiten sie es?

Die Mädels merkten natürlich sofort, dass Ma nicht in guter Verfassung ist. Ich kann Emotionen auch überhaupt nicht verstecken und ich sah aus, als hätte ich einen Boxkampf hinter mir. Die Augen total zugeschwollen, fast schon blau und rot von der Anstrengung ständig Tränen zu produzieren.

Eine Hebamme hat uns ein Buch geschenkt über Kinder mit Trisomie 21.

Von Conny Wenk " Außergewöhnlich "

Geschichten von den Kindern wurden beschrieben, tolle Bilder, tolle Texte. Es war eine große Hilfe es zu benuzen um den Kindern zu erklären wie Xboy später sein könnte..

Die Große nahm es sehr gelassen hin. Sie würde wissen worum es geht. Sie hätten in der Schule darüber gelernt. Erklärte uns wie es sich mit der DNA verhält, was bei der Entwicklung eventuell schief gelaufen sei. Es mache für sie keinen Unterschied ob der kleine Mann gesund oder einen Down Syndrom hat. Es war so rührend für mich...

Das Mittelmädel hörte einfach zu, ich glaube sie hatte so ihre Mühe aber nach Aussen hin hat sie alles getan um Stärke zu zeigen um es mit uns durchzustehen..wahnsinn!

In dem Buch gibt es einen Text, der ist wunderschön geschrieben, darüber, dass diese Kinder sich nur besondere Mütter aussuchen. Es heißt " Die Spezialmutter" von Erma Bombeck geschrieben. Ein Engel befragt Gott warum er dieser Mutter genau dieses Kind schenkt. Wir lagen auf meinem Krankenhausbett, Pa las uns diesen Text vor und wir weinten gemeinsam...Das war ein toller Moment der uns Kraft gegeben hat!